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Marktforschungsstudie

Psyma Studie: Die Corona-Krise wirkt sich auf das Banking-Verhalten der Deutschen aus

Die Corona-Krise hat einen starken Einfluss auf den Umgang mit Bargeld: So fand eine repräsentative Studie der Psyma Research+Consulting GmbH heraus, dass fast jeder zweite Deutsche aufgrund der Corona-Pandemie mehr  bargeldlos bezahlt als vor der Krise, die Hälfte empfindet keine Veränderung.

Frage 1: Hat sich in der aktuellen Situation Ihr Umgang mit (Bar-)Geld im Alltag verändert?

Wenn man konkretere Handlungen betrachtet, werden die Veränderungen im Verhalten noch deutlicher: Jeder Vierte nutzt Online-Banking häufiger, jeder Dritte hebt Bargeld seltener am Geldautomaten ab.

Die Kommunikation mit der eigenen Bank hat sich jedoch durch die Corona-Pandemie wenig verändert. So fand die Studie heraus, dass telefonische Beratung oder Kommunikation per E-Mail nicht häufiger genutzt werden als vor der Krise. Da das persönliche Gespräch wie erwartet seltener stattfindet, die Beratung per Telefon, Video oder E-Mail jedoch nicht stark zunimmt, ergibt sich insgesamt eine reduzierte Kommunikation zwischen Kunden und ihren Banken.

Frage 2: Hat sich in der aktuellen Situation Ihre Art mit Ihrer Bank zu interagieren verändert?

Die meisten derjenigen, die eine persönliche Beratung aktuell seltener in Anspruch nehmen, haben auch in Zukunft nicht vor, wieder zur persönlichen Beratung zurückzukehren (66%). Sofern aktuell per E-Mail, Video-Chat oder Telefon mit dem Bankberater kommuniziert wird, planen die meisten dies auch in Zukunft beizubehalten. Die Rückkehr zum klassischen persönlichen Beratungsgespräch wird also voraussichtlich nicht in vollem Umfang stattfinden.

Solange Kontaktbeschränkungen anhalten und die Kunden weniger häufig ihre Banken aufsuchen, sollten Banken also versuchen auf anderen Wegen mit ihren Kunden in Kontakt zu treten, um die Kundenbindung zu stärken und keine Kunden zu verlieren. 

Methodik:
Für die vorliegende Studie wurde im Online-Access-Panel eine repräsentative Quotenstichprobe der Bevölkerung in Deutschland im Alter von 18 bis 69 Jahren gezogen. Quotenstichproben beruhen auf einer bewussten Auswahl von Befragten, wobei die Repräsentativität für die definierte Grundgesamtheit anhand der Merkmale Geschlecht, Alter, Wohnort und Haushaltsnettoeinkommen gewährleistet wurde. Befragt wurden zwischen dem 15. Mai und dem 13. Juni 998 Personen unter anderem zu ihrem Umgang mit Bargeld und ihren Verhaltensveränderungen aufgrund der Corona-Krise.