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Pflegemarktforschung

Warum der Wachstumsmarkt Pflege die Marktforschung braucht

Seit Jahrzehnten beschäftigen wir uns in der Gesundheitsmarktforschung mit den unterschiedlichsten Healthcare Professionals und hier vor allem mit Ärzten und Patienten. Der Therapieerfolg der meisten Patienten hängt jedoch nicht nur maßgeblich von der medizinischen, sondern auch der pflegerischen Leistung beyond the pill ab.

Pharmazeutischen Unternehmen  ist in zunehmendem Maße an einer erfolgreichen Umsetzung von „beyond the pill“-Strategien gelegen, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren und die Ganzheitlichkeit der Therapie in den Mittelpunkt zu rücken. Die Strategie von Herstellern geht weg vom alleinigen produktorientierten Handeln hin zu Aktivitäten, die über das eigentliche Produkt hinausgehen und Services, aber auch unterstützende Therapieprogramme oder weitere Dienstleistungen beinhalten, um den Therapieerfolg des Patienten zu maximieren, aber auch, um die Kosten der Therapien zu senken.

Akademisierung und Professionalisierung in der Pflege

Gerade professionell Pflegende übernehmen hier wichtige und neue Funktionen im Gesundheitssystem, z.B. in Form von Onco-Lotsen, sogenannten MS-Schwestern bei Menschen mit Multipler Sklerose, Parkinson Nurses und zahlreichen anderen zertifizierten Pflegekräften wie z.B. APN (Advanced Practice Nurses)oder Physician Assistants für die unterschiedlichsten Krankheitsbilder. Während die Akademisierung und Professionalisierung in den USA oder skandinavischen Ländern schon längst Gang und Gäbe ist, schwappt diese Entwicklung erst allmählich nach Deutschland.

Neue Herausforderungen und Lösungen

Da in vielen Regionen Deutschlands eine flächendeckende Versorgung von Patienten durch Haus-und Fachärzte, vor allem in ländlichen Gebieten, nicht mehr gewährleistet werden kann, sucht die Politik nach Lösungen für diese Kapazitätsengpässe in der Patientenversorgung. Durch verschiedene Gesetzesgrundlagen (z.B. Skill Mix), die in steigendem Maße Aufgaben aus dem Verantwortungsbereich des Arztes in die Hände der Pflege legen, sieht sich die Pflege im Arbeitsalltag immer häufiger neuen Herausforderungen, aber auch neuen Tätigkeiten und damit Produkten gegenüber.  Genau diese bis dato unbekannten Situationen mit all Ihren Problemen und Wünschen müssen von der Industrie aufgegriffen und über die Marktforschung transparent werden.

Wachstumsmarkt Pflege

Nimmt man die demographische Entwicklung in Deutschland oder anderen Ländern Europas zum Anlass, so werden wir nicht nur einen Anstieg an betreuungsbedürftigen Menschen im Bereich der Pflege erleben, sondern parallel dazu einen steigenden Bedarf an Produkten und Dienstleistungen, welche diese Stakeholder zukünftig in Anspruch nehmen, sei es in der häuslichen oder stationären Pflege. Im Rahmen dieser Alltagserfahrungen mit Produkten und Services in der Pflege werden neben den Betroffenen selbst auch professionell Pflegende, pflegende Angehörige und Key Opinion Leader aus Pflege-Einrichtungen gehört werden müssen. Aber auch Industrie-Unternehmen tragen Verantwortung in diesem Markt.

Der Pflegemarkt als Querschnittsthema

Gerade Wirtschaftsunternehmen, die nicht aus dem Gesundheitssektor kommen, sehen sich im Bereich der Pflege noch überhaupt nicht adressiert. Dabei haben auch „Non-Health Unternehmen“ eine tragende Rolle, wenn es darum geht, die eigenen Mitarbeiter auch als pflegende Angehörige zu betrachten und somit die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegetätigkeit zu ermöglichen. Man denke nur an den zunehmend wichtigen Aspekt der „Familienfreundlichkeit von Unternehmen“, die eine bedeutende Rolle für die Arbeitgeberattraktivität spielen. Da zur Familie nicht nur eigene Kinder zählen, um die man sich kümmern muss, sondern auch Eltern, die mit zunehmendem Alter gebrechlicher und irgendwann pflegebedürftig sind, muss der einzelne Arbeitgeber weiterdenken. Welche betrieblichen Maßnahmen kann ich meinem Mitarbeiter anbieten, wenn er in seinem privaten Umfeld plötzlich einen Pflegefall hat und einige Zeit lang nicht voll am Arbeitsplatz einsetzbar ist? Wie kann ich ihn weiterhin an das Unternehmen binden?

Der Psyma CARE Klima-Index - erstes ganzheitliches Stimmungsbild im Wachstumsmarkt Pflege

Der erste Deutsche CARE Klima-Index, der ab 2018 jährlich in Deutschland veröffentlicht wird, gibt Antworten auf unzählige Fragen von den unterschiedlichsten Zielgruppen im Wachstumsmarkt Pflege.

Da die deutsche Wirtschaft mit dem ifo-Geschäftsklimaindex einen eigenen Frühindikator der Konjunkturentwicklung besitzt, der als Grundlage politischer und unternehmerischer Entscheidungen dient, verfolgt Psyma ähnliche Pläne für den Pflegemarkt.

Gemeinsam mit dem Deutschen Berufsverband für Gesundheits-und Krankenberufe (DBfK), dem Deutschen Pflegerat (DPR e.V.) und zahlreichen weiteren Experten engagiert sich Psyma als Kooperationspartner bei der Weiterentwicklung des deutschen Pflegemarkts durch die Erarbeitung zuverlässiger Marktdaten mit erstmaligen Pflege-Basisinformationen und einem Marktentwicklungs-Indikator in ganzheitlicher Form.

Im Rahmen dieses Index sollen mehr als 2.000 Repräsentanten des deutschen Pflegemarkts befragt werden: Professionell Pflegende, Pflegende Angehörige, Pflegebedürftige, Ärzte, Apotheker, Kostenträger,Health- und Non-Health Unternehmen,Kommunen und Verbände.

Inhaltliche Bestandteile des ersten Deutschen CARE Klima-Index werden sein:

  • Öffentliche Wahrnehmung und aktuelle Rahmenbedingungen
  • Qualität in der Pflege und Personalsituation
  • Versorgungslandschaft
  • Innovationen
  • Wirtschaftliche Situation und Finanzierung

Die Marktforschung wird sich im Pflegemarkt – genau wie im etablierten Pharmamarkt-Business  - entsprechend positionieren und Antworten auf Fragen im großen Stil (CARE Klima-Index) sowie auf Einzelebene bei den entsprechenden Zielgruppen mit ihren Erfahrungen zu Produkten und Dienstleistungen liefern.

Mehr Information zur Marktforschung für den Pflegemarkt finden Sie unter www.psyma-care.com